DKW
Motorrad Geschichte
Ab dem Jahre 1922 wurden in
Zschopau Motorräder
hergestellt. Am
Anfang der Entwicklung stand das so genannte Reichsfahrtmodell. Es
hatte eine Leistung von 1,5 PS, und einen142 ccm. starken Motor mit Gebläsekühlung. Das
erfolgreichste Modell der Anfangsjahre war die DKW E 206, die
1925 mit einem
206-cm³-Einzylindermotor ausgestattet war, und für
750 Reichsmark angeboten wurde .
1928 wurde ein neues Gesetz verabschiedet : Von nun an durften alle
Motorräder bis 200 ccm. Hubraum steuerfrei und ohne
Führerschein gefahren werden.
Aus dieser Steuer- und
Führerscheinfreiheit heraus
entstand aus der E 206 die
E 200, die DKW Luxus 200, und die DKW SB 200 mit nun nur noch 198 ccm.
Hubraum. Die damalige Angebots-Palette reichte bis hin zur DKW Super Sport 600. Meist verkauftes
Modell vor dem 2. Weltkrieg war jedoch die DKW RT 100 mit 98
Kubikcentimeter Hubraum, die ab 1934 im Angebot war, und 72.000 mal
verkauft wurde.
Das bekannteste DKW Motorrad ist jedoch die RT 125 (siehe Bild oben),
die im Jahre 1939 in Serie ging. Ihre sprichwörtliche
Robustheit und Wendigkeit verhalf ihr zu einem dauerhaften Auftritt in der deutschen
Wehrmacht. Allerdings ist die RT 125 auch bis heute das meist kopierte Motorrad der Welt. So wurde sie nach dem Krieg sowohl von dem
Industrieverband Fahrzeugbau (IFA)
in Ostdeutschland, als auch von der AUTO
UNION
in
Westdeutschland produziert. Und wie sollte es auch anders sein, im
Jahre 1955 brachte dann auch noch der Hersteller Yamaha eine exakte Kopie der RT 125 auf den Markt.
DKW
Motorräder gesucht
Von 1928 an waren DKW gemeinsam mit den Zschopauer Motorwerken (
J.S.Rasmussen AG ) die größten Motorradhersteller der Welt. Im selben Jahr
(1928) kaufte die J.S.Rasmussen AG die AUDI -WERKE in Zwickau. Damaliger Geldgeber für diesen Kauf war die
Sächsische Staatsbank, die ausserdem auch noch mit 25% Anteilseigner von DKW war. Der Hersteller
DKW geriet im Zuge der Weltwirtschaftskrise in eine angespannte finanzielle Lage.
Die Sächsische Staatsbank verfolgte gemeinsam mit der J.S. Rasmussen AG (mittlerweile AUDI) den
Plan AUDI,
den Hersteller von Kleinwagen und Motorrädern DKW,
den angeschlagenen Hersteller von Oberklasse- Fahrzeugen HORCH, sowie
von Mittelklasse- Fahrzeugen WANDERER
zu einem
Verbund zu vereinen. Im Jahre 1932 gelang die Fusion, und es entstand die AUTO UNION mit Sitz
in Chemnitz.
AUDI, DKW, HORCH, WANDERER
Nach
dem zweiten Weltkrieg
lief die Produktion der RT 125 in Ostdeutschland im Stammwerk Zschopau
1950 wieder an. Im Jahre 1956 wurde das Werk in VEB Motorradwerk
Zschopau umbenannt ( MZ
). In
Westdeutschland wurde
die AUTO UNION mit Sitz in Ingolstadt neu gegründet. Die
Herstellung von Kleinwagen und Motorrädern lief ab 1949 unter
dem Namen DKW weiter. Allerdings wurde in Zschopau die gleiche, nach
den selben Plänen entworfene RT 125 gefertigt. Deshalb
entschloss man sich für die Umbenennung der in Ingolstadt
produzierten DKW in RT 125 W (
W für WEST ). Im Jahre 1958 gab die
AUTO UNION die Produktion im Zweirad- Segment an die Zweirad Union mit Sitz in Nürnberg ab. An dieser Union
beteiligt waren Firmen wie Express
und Victoria.
Es wurden aber hauptsächlich nur noch Mofas, Mopeds und Kleinkrafträder produziert, da sich
die meisten Verbraucher in dieser Zeit mittlerweile schon nach
Fahrzeugen mit vier Rädern, und einem Dach über dem Kopf
umorientiert hatten.
Wer von uns denkt nicht
an die
Zeiten zurück als wir noch jung waren, und eigentlich
völlig verrückt
nach schnellen Mofas, Mopeds oder Motorrädern waren. Fahrzeuge
nach DKW-Lizenz wurden auch von anderen Herstellern gebaut, so von
IMOSA (Spanien) oder VEMAG in Brasilien, die 1967 von Volkswagen do
Brasil übernommen wurde.Was waren das für
schöne Motorräder. Denken wir an Modelle wie die DKW
SB Serie, die Wassergekühlte SS 600. Die DKW Sport 250, DKW NZ
250 bis 500 Kubik. Oder die ganze RT Serie, von einhundert bis 350
Kubikzentimeter. Aber natürlich auch die später in
Nürnberg produzierten Modelle wie DKW Hobby Roller, oder die
DKW Hummel. Das waren noch echte Motorräder. Nicht wie die
ganzen heutigen Joghurt-Becher aus Fernost, von denen eines fast dem
anderen gleicht. Und wie ist es mit dem Wertverlust? Nur ganz wenige
der heutigen Modelle werden mal etwas mehr Wert sein. Eigentlich nur
wirkliche Exoten, und die sind heute schon fast unbezahlbar. Aber die
DKW RT 125 wurde auch in sehr hohen Stückzahlen gebaut und
verkauft. Sie ist heute auch nicht unbedingt die grosse Wertanlage.
Vielleicht in ein paar Jahren, wenn sich noch mehr der damals
produzierten RT Modelle verabschiedet haben. Bitte bieten Sie uns
Ersatzteile der DKW RT an. Oder Scheunen-Schrott, unachtsam etwas
wegzuwerfen wäre ein Verbrechen.Wir haben an allem Interesse,
was zu diesem Modell an Anbauteilen gehört. Einfach alles
anbieten. Nutzen Sie bitte das E-Mail- Verfahren, denn wir sind nicht
immer erreichbar. Wir melden uns dann bei Ihnen zurück.
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