Ein Vorwort zu meiner Person
Es muss schon sehr früh geschehen sein, dass mich etwas
sonderbares
geprägt hat. Nämlich die Zuneigung zu Produkten oder
auch
Bauten aus vergangener Zeit. Es hat mich seit ich mich erinnern kann
überaus fastziniert wie damals die Produkte hergestellt
wurden,
und mit welchen Mitteln die Menschen damals zurechtkommen mussten. Mit
den primitivsten Werkzeugen schufen diese Menschen damals "wahre
Denkmäler", die heute noch ihres gleichen suchen, und wohl nie
finden werden.
Meine Mutter erzählt heute noch, dass ich damals als fünfjähriger Junge bei einem Spaziergang vor einem alten unbewohntem Fachwerkhaus stehen blieb. Ich schaute durch die Fenster des alten Hauses, und war total begeistert. Die Decken waren niedrig, und die Fussböden waren mit alten Dielen belegt. Ich sagte damals zu meiner Mutter "Mami, in so einem Haus möchte ich später mal wohnen"
Dieses Haus steht schon lange nicht mehr. Es entstand damals in den sechziger Jahren dort ein "Neubaugebiet", und diese alten Denkmäler wurden achtlos weggerissen. Das Wort Denkmalschutz hatte damals noch nicht diese Bedeutung wie es heute vielleicht der Fall ist. Man muss anderherum gesehen aber auch erst einmal einen Käufer für eine solche "Ruine" finden.
Meine Mutter erzählt heute noch, dass ich damals als fünfjähriger Junge bei einem Spaziergang vor einem alten unbewohntem Fachwerkhaus stehen blieb. Ich schaute durch die Fenster des alten Hauses, und war total begeistert. Die Decken waren niedrig, und die Fussböden waren mit alten Dielen belegt. Ich sagte damals zu meiner Mutter "Mami, in so einem Haus möchte ich später mal wohnen"
Dieses Haus steht schon lange nicht mehr. Es entstand damals in den sechziger Jahren dort ein "Neubaugebiet", und diese alten Denkmäler wurden achtlos weggerissen. Das Wort Denkmalschutz hatte damals noch nicht diese Bedeutung wie es heute vielleicht der Fall ist. Man muss anderherum gesehen aber auch erst einmal einen Käufer für eine solche "Ruine" finden.
Ich bin
das jüngste von drei Kindern meiner Eltern. Wir wurden
sehr streng, aber gerecht erzogen (so sehe ich es heute).
Mein
Vater war ein wahrer Kämpfer. In jeder Hinsicht. Boxer,
Ringer, in
beiden Disziplinen mehrere Meisterschaften erfolgreich bestritten. Ich
hatte nie Angst, aber immer den nötigen Respekt vor ihm.Als ich vierzehn Jahre alt war, sagte ich einmal zu ihm: "Papa, ich möchte mit fünfzehn eine Mofa fahren". Die Antwort meines Vaters war ganz klar und deutlich:
Mein Vater sagte: "Natürlich kannst Du mit fünfzehn eine Mofa haben, aber die musst Du dir erst einmal verdienen". Wirklich jeden Tag nach der Schule fuhr ich mit dem Fahrrad die sieben Kilometer zu dem Betrieb meines Vaters (Gabelstapler- Reparaturbetrieb).
Foto
links: Unser Vater, wie er mit seiner Selbstständigkeit
begann. In einer alten Scheune auf einem Dorf. Das Foto zeigt ihn, wie
er sich am wohlsten fühlte. In Arbeitsklamotten, und dem
Schraubenschlüssel in der Hand. Links im Bild ist "Hubi" zu
erkennen.
Dort reparierte ich
schon mit zwölf Jahren Gabelstapler. Ich
bekam
dort fünfzig Pfennig pro Stunde. Das Geld wurde nicht
täglich
ausgezahlt, sondern das Guthaben wurde in ein kleines Büchlein
eingetragen. Wenn ich mir dann etwas kaufen wollte, musste ich auch
sagen wofür ich das Geld brauchte. Mein Berufswunsch
war
damals auch schon klar. Kfz-Mechaniker, was denn sonst?Mein Bruder ist vier
Jahre älter als ich. Er hat die ganzen Jahre noch viel
intensiver erlebt als ich. Auch er erlernte den Beruf des
Kfz-Mechanikers. Nach der Lehre fing er dann im väterlichen
Betrieb an, und reparierte Gabelstapler in der Werkstatt, und im
Aussendienst mit dem
Werkstattwagen.
Foto
rechts: Das ist Hubi. Ein Hubwagen mit einem Rutmann- Aufbau. Er diente
zum Transport von Gabelstaplern. Das Führerhaus war von
Hanomag-Henschel. Er hatte einen Benzinmotor von der Firma Austin.
Beladen mit einem ordentlichen Gabelstapler tat sich Hubi vor allem
bergauf oftmals sehr schwer.

Fotos
oben und unten: Werkstattwagen VW Bus geschlossener Kasten. Schade,
denn es fing
damals mit einem VW Bus T1 an. Leider habe ich im Nachlass meines
Vaters keine Fotos von diesem Werkstattwagen mit geteilter Scheibe mehr
gefunden.

Modern ging es
weiter. Mit einem 207 D von Mercedes (eine Grotte). Zwar
günstig erstanden, aber auch etwas rostig.Foto
links: "Papi, darf ich Deinen Werksattwagen lackieren?"
Um den Rost und die Beulen zu entfernen schliff und
spachtelte ich, was das Zeug hielt. Ich suchte mir Farbreste zusammen,
und fand drei verschiedene Blautöne. In echter "Starsky
& Hutch" - Manier lackierte ich diese Blautöne. Wovon
man heute Augenkrebs kriegen würde, war damals Hochmodern.
(Vielleicht hätte mein Vater aber auch nur "nein" sagen sollen)
Ein
Gabelstapler TCM FD 20. Mein Vater nahm ihn bei dem Verkauf eines
Neugerätes als ein Haufen Schrott in Zahlung.Gemeinsam mit meinem
Bruder
verwandelten sie diesen Haufen Schrott mit der Überholung
sämtlicher Einzelteile praktisch in ein Neugerät. Die
Lackierung übernahm auch mein Bruder den ich immer bewunderte,
und noch heute bewundere.
Dieser Vorher/Nachher- Effekt ist es, was mich schon immer fasziniert hat. Geht nicht, gibts nicht.
Dieser Vorher/Nachher- Effekt ist es, was mich schon immer fasziniert hat. Geht nicht, gibts nicht.
Foto
rechts: Die erste Probefahrt mit dem Stapler durfte ich
übernehmen. Im Hintergrund kann man ganz wage die Haare
unserer
Mutter erkennen. Wahrscheinlich standen die ihr gerade zu Berge. Denn
ihr war immer ganz mulmig, wenn ich als kleiner Bengel
mit dem Stapler (oder auch Auto) über den Betriebshof peste.
Wahrscheinlich habe ich
jetzt etwas zu weit ausgeholt. Jedenfalls kann
ich für mich sagen, dass ich sehr vieles meinen Eltern zu
verdanken
habe. Als Kind sieht man das anders. Wenn meine Freunde
spielten,
mussten wir helfen. Geschadet hat das uns allen nicht, so
sehe
ich es heute. Sie haben uns den nötigen Respekt beigebracht,
und uns Gott sei Dank "nicht" zu Handwerks-Legastenikern erzogen.
Mit wenigen Mitteln etwas
bauen, das Basteln an Maschinen egal welcher
Art. Tüfteln, improvisieren, etwas selbst bauen, wenn ein
Ersatzteil nicht mehr lieferbar war. All das haben wir Kinder
zweifelsfrei unseren Eltern zu verdanken. Damals oft verflucht, danke
ich heute für das Übermitteln dieser Tugenden meinen
Eltern.
In der linken Navigation werde ich nach und nach meine Basteleien veröffentlichen. Möchten Sie dieses Menü verlassen, klicken Sie einfach auf "Startseite"
Michael Bamberg
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Michael Bamberg
Wenn man etwas erreichen
will, kann man dies auch schaffen. Man braucht nur die nötige
Fantasie, um sich etwas in vollendeter Form vorstellen zu
können. Man muss ein Bild vor Augen haben. Ideen, oder etwas
ähnliches schon einmal gesehen haben. Dann steht dem
Unternehmen in jeder Hinsicht nichts mehr im Weg. Auch wenn die Freunde
und Bekannten sagen, man soll es lassen, soll man sich nicht beirren
lassen. Man muss es sich nur selber zutrauen, etwas eigenes zu
erschaffen. Wenn man aber zwei linke Hände hat, und die Finger
alles Daumen sind, sollte man wirklich von solch einem Vorhaben Abstand
nehmen.
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